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Donnerstag, 23 Mai 2013

Letzter Update16.05.13. - 04:25:13 Uhr

Kursbericht 1 Einsteigerkurs

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Meine ersten Tage in der Flugschule Hirondelle

Ich wohne am Fuß des Melibokus in Alsbach und kann von meinem Balkon die Drachenflieger starten sehen, es ist wunderschön nur zuzusehen. Vor drei Wochen kam ich dann, wie eine Jungfrau zum Kind, zu meiner Ausbildung für einen L-Schein fürs Gleitschirm fliegen.

Wir trafen uns erstmal für den Theorieunterricht in der gemütlichen Flugschule Hirondelle. Ich war natürlich nervös, ich hatte ja vom Gleitschirmfliegen null Ahnung. Zugesehen hab ich schon oft, doch irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen, dies selber mal zu lernen, ich hatte eben einen Heiden Respekt vor dem Fliegen. Unsere Gruppe war sehr nett und ich stellte schnell fest, wir hatten alle wenig Ahnung vom Fliegen.

Kai ging geduldig auf unsere Fragen ein und machte uns mit seinem Lernsystem vertraut. Es ist eine Kombination aus vielfältigen Medien, Filme zum Start und zur Landung in der Flugschule, Bücher, DVD’s für das Studium zuhause, Briefing und Newsletter. Genial fand ich auch die selbstgemachten DVD’s zu den jeweiligen Fluggeländen. Was auch immer mir letztendlich Sicherheit gegeben hat, ich fühlte mich als Schüler super aufgehoben.

Nachmittags gingen wir erstmals zum Groundhandling auf die flache Wiese. Es war schon beeindruckend, welche Kraft in so einem Gleitschirm steckt wenn man ihn zum ersten Mal hochzieht. Respekt hatte ich auch vor dem Anlegen von Gurtzeug und dem Einhängen der Gurte, doch das war echt einfach. Ich glaube ich habe schon beim Goundhandling Feuer gefangen, es hat mir total Spaß gemacht mit dem Schirm zu spielen. 2. Tag war nochmals Theorie und Groundhandling.

Doch am 3. Tag ging es dann in den Odenwald. Dank DVD wusste ich auch schon, was  mich für ein Gelände erwartet. Doch egal, ich war trotzdem total nervös und mein Adrenalinspiegel war deutlich erhöht. Mein erster Flug: Ich habe die Startposition eingenommen, nochmals alles dreimal geprüft  (Gurte zu, Helm zu, Leinen richtig in der Hand). Am Helm befindet sich ein Funkgerät, und schon hörte ich Kais vertraute Stimme „Funk-Check“, Uli hörst du mich, schau jetzt genau da hin, wo du hinfliegen möchtest, starte, lass die A-Leinen los, lauf rechts, bremse links und jetzt …..laufen. Ich hatte ein super flaues Gefühl im Bauch und wieder unten am Boden war ich irre glücklich, ich konnte es kaum glauben. Doch nachdem ich noch vier super Flüge hingelegt hatte, bin ich abends todmüde und superglücklich eingeschlafen.

Gestern war ich das erste Mal in Billings, neues Fluggelände und ich hatte wieder vier geniale Flüge. Wenn ich fliege, dann fliege ich. Dann gibt es nichts anderes im Kopf. Da bin ich total konzentriert und aufgeregt und voll bei der Sache…..und es wird ein langer Weg sein, bis ich meinen Traum verwirklichen kann und in Garmisch auf den Wank wandere und nicht wie bisher mit der Seilbahn runterfahre sondern dann meinen Gleitschirm auspacken werde und runter fliege. Gleitschirmfliegen ist für mich wie Aussteigen aus dem Alltag und eintauchen in  Urlaubsfeeling, Abschalten und einfach sein.

Ach ja, in den Dreck hat es mich selbstverständlich auch gelegt, doch das gehört dazu und letztlich steigert es die Konzentration, man lernt dazu und es machte einen Heiden Spaß.

von Ulrike Crummenauer; April 2008


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